Die Journalistik der MHMK hatte einen Innovations-Wettbewerb für neue, interaktive publizistische Formate an ihren drei Standorten ausgelobt: Eine prominente Jury wählte unter 30 Einreichungen aus München, Köln und Hamburg.

Einen Sonderpreis errang das Konzept meines Seminars aus München mit: „Journalismus - Das Facebook-Spiel“ (Matthias Sternkopf, Robert Iwanetz & Philipp Pander), einer Facebook-basierten journalistischen Lernumgebung. In der Jury saßen Dirk von Gehlen, Chefredakteur von jetzt.de, Alexander von Streit, Ressortleiter Digital bei focus.de und Gero Hirschelmann, Redaktionsleiter von mz-web.

Mehr dazu hier und beim IDW hier.

Für ihren jährlichen Vertrauensindex hat die GfK weltweit 18.800 Menschen befragt. Die Forscher haben untersucht, was die Bürger über verschiedene Berufe denken. Auf Platz eins landen in Deutschland mit Abstand die Feuerwehrleute. Journalisten liegen weit hinten, auf dem viertletzten Rang, Tendenz fallend. Nur noch 42 Prozent der Befragten hatten Vertrauen in Journalisten. Marktforscher liegen immerhin mit 69 Prozent im Mittelfeld. Aber auch hier nimmt im Vergleich zu 2009 die Zahl der Bürger ab, die Vertrauen in diese Gruppe zeigten.
Diese Befunde wurden durch unsere eigene Studie im Jahr 2009 bestätigt (”Journalisten wird nicht viel geglaubt”). Wir hatten aber zwischen Glaubwürdigkeit und Ansehen differenziert. Es zeigte sich, dass Journalisten in der Gesellschaft zwar angesehen sind, ihnen (bzw. ihren Produkten) aber mit Misstrauen begegnet wird.
Insgesamt ist das GfK-Ranking erklärbar: Die Produkte von Feuerwehrleuten sind - was das Ziel angeht - wesentlich eindeutiger als die Produkte von Journalisten.

Heute in der SZ (Nr. 126, S.14/15): Doppelseite im Feuilleton zum Social Web, Datenschutz und der Informationsgewinnung im Internet. Insgesamt recht ausgewogen, v.a. die Artikel von Dirk von Gehlen und Johannes Boie. Letzterer erkennt an, dass das Internet v.a. auch Fortschritt bedeutet. Lesenswert auch der Artikel von Bernd Graf über neue Dataminingverfahren.

Während die alten deduktiven Verfahren Profiling-Methoden immer nur so schlau waren wie die Hypothesen, die ihnen zugrunde gelegt waren (’Lass uns nach Wurstessern mit karierten Mützen suchen!’), überlassen die neuen, induktiven Verfahren des Data-Minings die einlaufenden Datensätze völlig den Computern. Sollen die doch erst mal machen! Sollen die doch möglichst große Zahlen durchkämmen und anschließend ausspucken, was sie so gefunden haben, sprich: welche Muster sie in den Sätzen erkannt haben!”

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Auftakt der GOR 10 in Pforzheim mit gor10-early-bird.jpg Earlybird gestern und heute der Keynote von Horst Müller-Peters, Head of Group Methodology, YouGov plc. Online-Forschung ist demnach im Mainstream angelangt, jetzt gibt es acht Felder, die künftig für Online-Forscher interessant sein werden: Weiterlesen

GOR 10 Proc Cover Der Abstract-Band mit den inhaltlichen Zusammenfassungen kann hier frei heruntergeladen werden (PDF, 4 MB). Welker, M./Geißler, H./Kaczmirek, L./Wenzel, O. (Eds.). 12TH GENERAL ONLINE RESEARCH CONFERENCE GOR 10. Proceedings . Pforzheim 2010, ISBN 978-3-00-031167-3

Was ist Relevanz? Ich denke, dass dieser Begriff stärker in den Mittelpunkt von Erwägungen über Journalismus rückt. Warum? Weil Relevanz als technisches Konstrukt kalkulierbar gemacht wurde. Und weil nun gefragt wird, ob auch Journalismus berechenbar ist. Zufall Heute (16.5.) bspw.: Miriam Meckel in der FAZ: “Geben wir dem Zufall eine Chance”. Zunächst ein Lamento über Algorithmen und Maschinen, die streng nach Vorschrift funktionieren. Das Wort “Relevanz” kommt im Artikel nicht explizit vor, dennoch geht es hier im Grunde nicht wirklich um Zufall, sondern um Relevanz. Weiterlesen

Auf Einladung des Methodenforums der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien bin ich am 21. Mai zu einem Vortrag eingeladen. Thema: Probleme von Stichproben bei der Online-Forschung. Da habe ich über die Jahre ein wenig Erfahrung ansammeln können. Und ich freue mich, dort nette Kolleginnen und Kollegen wiederzutreffen. Programm achtes Methodenforum

Die Ausrichter der GOR 09 in Wien sind jetzt von der Stadt Wien, der Wirtschaftskammer Wien und vom Vienna Convention Bureau geehrt worden. Die Ehrung nahm der VMÖ-Vorsitzende Emanuel Maxl am 05. Mai im Wiener Rathaus entgegen. Wir hätten nun nichts dagegen, im Jahr 2011 im Pforzheimer Rathaus empfangen zu werden :-)

location_2.jpg Zur GOR 10 in Pforzheim Ende Mai haben sich derzeit rund 300 Teilnehmer angemeldet. Sieht also recht gut aus. Im Programm haben wir etwa 80 internationale Vorträge. Die Proceedings als Gesamtprogramm gehen heute in den Druck.

Diese Frage ist vordergründig sicher einfach zu beantworten. Pressefreiheit ist ein Menschenrecht: Pressefreiheit ist die Grundlage für Demokratie. Das sagt u.a. die UNESCO.

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Zum morgigen Tag der Pressefreiheit (3. Mai) und anläßlich unseres neuen Buches “Pressefreiheit ohne Grenzen?” wurde ich vom Medienmagazin des Bayerischen Rundfunks (B5 Aktuell, Podcast hier) per Interview befragt.
U.a. lautete eine Frage: Was ist eigentlich Pressefreiheit? Eigentlich einfach zu beantworten, nämlich ein Menschenrecht bzw. das Recht, sich in Wort und Schrift frei äußern zu können. Also Abwesenheit von Zensur und staatlicher Repression und Einflussnahme. Aber da beginnen die Schwierigkeiten: Weiterlesen

RuR GOR10 In der aktuellen Research und Results findet sich ein Ankündigungsartikel zur GOR 10 in Pforzheim Ende Mai. Und die Zeitschrift Internet World Business hat einen “Guide” zur Online-Marktforschung herausgebracht (PDF kostenlos hier). Dort fassen Holger Geißler und ich das Wichtigste zum Forschungsfeld zusammen.